Umfassende Angebote für alle Schüler.

wissenschaftlich begleitet … Exkursionen:

Die regelmäßig abgehaltenen Exkursionen der Dorfschule führen die Kinder zu besonderen Orten im In- und Ausland, an denen sie ihr erworbenes Wissen anwenden, überprüfen und die gemachten praktischen Erfahrungen mit den theoretischen Inhalten abstimmen. Mit zunehmenden Alter der Schülerinnen und Schüler steigert sich auch die Intensität dieser Ausfahrten, so beginnen die jüngsten Kinder mit eintägigen Exkursionen, wohingegen für die Jugendlichen der Sekundaria eine Sprachreise nach Rom und eine mehrwöchige Studienreise in den Norden Skandinaviens in den Schulalltag integriert ist.

Gut vorbereitet gelingt es den Kindern im Rahmen von Feldstudien – durch Beobachtung und Vergleich – die biologische Diversität wahrzunehmen und Individuen sowie deren Beziehungen verstehen zu lernen. Die umfangreichen Studien aus den unterschiedlichsten Bereichen der Naturwissenschaften stärkem im Laufe der Schuljahre die Selbstwahrnehmung der jungen Menschen und führen so zu beziehungsfähigen Persönlichkeiten.

So sind die intensiven Tage oder Wochen einer Exkursion nicht als Ausgleich zum Schulalltag zu sehen, sondern viel mehr als wesentlicher Bestandteil einer kindgerechten Bildung.

Um die Exkursionen in die Hohen Tauern, den Seewinkel, die Donauauen, Italien oder aber auch nach Lappland auf höchstem Niveau durchzuführen, besteht für diese Vorhaben eine enge Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den Bereichen der Geologie, Zoologie, Botanik und Anthropologie. Die Vorbereitungen sind dem Alter der Lernenden angepasst und in den abschließenden Schuljahren bereits dem universitären Niveau angeglichen.

Kunst & Kultur … gemeinsam wirken:

Begleitet von engagierten und aus dem professionellen Künstleralltag stammenden Lehrern, gelten die Stunden des Chorgesangs und der bildenden Kunst als beliebtes Kontinuum im Wochenlauf der jungen und älteren Schülerinnen und Schüler. Der polyphone Gesang und die bildende Kunst zählen zu den tief in der kulturellen Entwicklung des Menschen verankerten Ausdrucksformen. Seiner individuellen Stimme Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig den Gesamtklang zu überhören, zählen zu den wunderbaren Übungen des achtsamen, gemeinsamen Erlebens.

Neben Chorgesang zählen auch Stimmbildung und der Erwerb von Grundkenntnissen der Harmonielehre und des Komponierens zu wesentlichen Bestandteilen des musikalischen Erlebens einer guten Montessorischule.

Öffentliche Auftritte und die Erarbeitung von musikalischen Programmen mit instrumenteller Begleitung bilden häufig den Abschluss eines wohlklingenden Schuljahres.

Die darstellende, bildende Kunst bildet einen weiteren Schwerpunkt des schulischen Erlebens in der Dorfschule Montessorihaus. Zeichnen zu lernen bedeutet vor allem wahrnehmen zu lernen und ist somit eine bereichernde Erfahrung auf dem Weg der Selbstbildung.

Sieht man den begeisterten jungen Menschen beim Herstellen von Keilrahmen oder auch beim intensiven Skizzieren komplexer Motive zu, so spürt man, dass sie mit großer Geduld, Ausdauer und Empathie grundlegende kulturelle Fähigkeiten erwerben.

Das Konzipieren, Bewerben und Kuratieren von Ausstellungen gibt den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, in den professionellen Kulturalltag Einsicht zu nehmen.

verbunden … Erdkinder:

In direkter Umgebung der Dorfschule Montessorihaus entstanden in den letzten Jahren inmitten der ländlichen Idylle des Waldviertels zwei große Schulgärten, in denen das landwirtschaftliche Tun in seiner ursprünglichsten Form studiert wird. Die beiden von Hand bewirtschafteten Gärten mit Anbauflächen und Tierhaltung werden von allen Schülerinnen und Schülern der Dorfschule ganzjährig bestellt und bieten so einen optimalen Studierraum für alle Vorgänge in der Natur. Von der Tierbeobachtung bis zur Pflanzenbestimmung und dem Verstehen der Sesshaftwerdung des Menschen am Ende der letzten Eiszeit werden die für uns essentiellen Beziehungen zu allen Naturwissenschaften direkt vor Ort in die Tat umgesetzt und in den Schulalltag eingebunden.

In regelmäßig stattfindenden Projektarbeiten sind in den vergangenen Jahren Folientunnel, Hochbeete, Ackerflächen, Stallungen und artenreiche Biotope entstanden, die nicht nur von zahlreichen Wildtieren gerne angenommen werden, sondern auch für Schafe, Pferde, Gänse, Hühner und Enten ausreichend Platz bieten.

Neben der Ruhe, die diese Arbeiten mit sich bringen, dient die ökologische Bewirtschaftung natürlich auch dem Verständnis der Kreisläufe des Lebens. Die gemachten theoretischen Erfahrungen aus Biologie, Geologie, Botanik und Ökologie werden von den Kindern der Dorfschule auf diese Art zusätzlich vertieft und in sinnvolles Handeln umgesetzt.

Die Schülerinnen und Schüler werden in sämtliche Arbeiten, die im Laufe eines Jahres rund um den Haushalt der Dorfschule anfallen, eingebunden, sodass sie am Ende ihrer Schulzeit mit den notwendigen praktischen Arbeiten vertraut sind und zudem selbst in der Lage sind, ein Stück Land zu bewirtschaften, die Ernte zu veredeln, die Maschinen instand zu halten und mit den gängigsten Werkzeugen zu hantieren.

Die Dorfschule ist in den vergangenen Jahren zu einer echten Kunst- und Kulturschule gewachsen. Dass darüber hinaus noch Wissenschaftler ins Haus kommen und zwei große Schulgärten bewirtschaftet werden, ist fast schon unglaublich!

Julian Kranner

Musik und Theater