In der Dorfschule Montessorihaus gibt es sowohl gemeinsame Aktivitäten (Erzählungen, Vorträge, Workshops, Exkursionen etc.) als auch Momente des Selbststudiums, in denen sich die Schüler ihren individuellen Arbeiten widmen. Ein Stundenplan regelt diese Zeiten und hilft den Schülern dabei, ihre Arbeiten zu organisieren. Etwa die Hälfte der Schulzeit steht für die individuelle Freiarbeit zur Verfügung.

Dr. Maria Montessori (1870-1952) entwickelte eine Vielzahl an Lernmaterialien für Kinder des Kinderhauses und der ersten Schulstufen. Diese Materialien sind den Entwicklungsstufen der Schüler angepasst und unterstützen deren Lernerfolg durch verbundene Inhalte. Bis zur Oberstufe nimmt der Einsatz der typischen Montessorimaterialien kontinuierlich ab und die Jugendlichen erarbeiten sich neue Inhalte mit universitärer Fachliteratur. Klassische Schulbücher werden in der Dorfschule Montessorihaus in keiner Altersstufe verwendet.

Nein, weil es die klassische Fächertrennung in der Dorfschule nicht gibt. Die Schüler wählen einen Themenbereich, z.B. die Botanik, und erarbeiten diesen so selbstständig wie möglich. Da jede Arbeit individuell an das Kind angepasst wird, entstehen persönliche Skripten mit fächerübergreifenden Inhalten. In die Botanik fließen so etwa je nach Notwendigkeit Mathematik, Geometrie, Sprache, Kunst, Geographie etc. ein.

Alle Schüler der Dorfschule Montessorihaus erhalten am Ende des Schuljahres ein öffentlich anerkanntes und für alle Schulformen gültiges Zeugnis. Die Dorfschule darf gemäß dem permanenten Öffentlichkeitsrecht Zeugnisse von der 1. bis zur 12. Schulstufe ausstellen. Die Beurteilung erfolgt nicht nach dem Notensystem, sondern ausformuliert.

Zumindest einmal pro Semester finden Elterngespräche statt, dabei werden die Arbeiten der Schüler und ihre Entwicklung in geschützter Atmosphäre gemeinsam mit dem Gruppenleiter besprochen.

Nach einem Erstgespräch mit den Eltern (und altersabhängig auch mit dem Kind) wird über eine Anmeldung entschieden. Abhängig vom Alter und der Schulerfahrung des Kindes ist eine Probezeit in der Dorfschule notwendig.

Grundsätzlich ja, wobei die Entscheidung bei jedem Kind individuell getroffen wird. Quereinsteigern in höheren Schulstufen bereiten erfahrungsgemäß die nötige Selbständigkeit und die fächerübergreifenden Arbeiten anfangs Probleme, welche unterschiedlich rasch gemeinsam von Schüler, Lehrern und Eltern gelöst werden können.

Bereits ab dem Kinderhaus werden die Kinder zweisprachig in Deutsch bzw. Englisch (von einer englischen diplomierten Montessori-Pädagogin) begleitet. Dies setzt sich bis zur Oberstufe fort. Jeder Schüler führt jeweils parallel eine deutsche und englische Arbeit, ergänzend gibt es gemeinsame Grammatikeinheiten.
Etwa ab dem zehnten Lebensjahr kommt Latein hinzu, ab der Sekundaria lernen die Schüler auch Italienisch.

Ein öffentlicher Schulbus verkehrt zwischen Waidhofen/Th. und Kleineberharts und bringt ihr Kind sicher hin und her. Der Fahrplan ist an die Anschlussbusse angepasst.

Der Unterricht beginnt montags bis freitags um 8:30, ab 7:30 sind die Räume geöffnet. Die Dorfschule Montessorihaus wird als Ganztagsschule geführt und schließt um 16:00. Je nach Schulstufe sind die Schüler an unterschiedlich vielen Tagen bis Schulschluss vor Ort.

Ihr Kind bekommt eine Vormittagsjause und ein biologisches Mittagessen. Es wird jeden Tag frisch gekocht, für Vegetarier steht ein eigenes Menü zur Verfügung.

Nein, eine regelmäßige Mitarbeit ist nicht verpflichtend. Wir freuen uns aber, wenn Sie bei Veranstaltungen behilflich sind (Vernissagen, Theateraufführungen, Tage der offenen Tür etc.).

Bevor Sie sich für die Dorfschule entscheiden, würden wir gerne alle Fragen mit Ihnen klären. Bitte kontaktieren Sie uns:
Per mail unter office@dorfschule-montessorihaus.org oder telefonisch unter 02842 / 53986.

Harald Steiner

Leitung Primaria II